Unterricht

Freiarbeit und der Vernetzte Unterricht lassen Kinder ihre Potenziale entfalten.

Morgenkreis – Freiarbeit – Vernetzter Unterricht

Der Morgenkreis als fester Bestandteil des Schultags

Mit dem Morgenkreis beginnt der Tag an der HagenSchule. Schüler und Lernbegleiter treffen sich vor Beginn der Freiarbeit zusammen in einem Kreis. Der Morgenkreis ist freiwilliger Natur, jedoch so gestaltet, dass das Interesse der Kinder geweckt wird, hieran teilzunehmen. Die Kinder bringen eigene Idee und Erfahrungen ein und gestalten so die Inhalte nach ihren Bedürfnissen.

Der Mensch benötigt Rituale. Schulrituale sind Orientierungshilfen für Schüler und Lehrnbegleiter und dienen damit der Schulkultur. Gerade für Kinder und Jugendliche ist die Wiederkehr einer Handlung, eines Tuns in gleicher äußerer Form, in ähnlichen Umständen und zu gleicher Zeit sehr wichtig. So eröffnet der Morgenkreis am Montag die Schulwoche und kennzeichnet den Wochenanfang als eine neu geschenkte Gabe und Aufgabe. Elemente des Morgenkreises sind Anschauung und Besinnung, Hören, Sehen, Fühlen, Schmecken, Riechen, Schreiten, Stillwerden und Sich-und-die-anderen-immer-mehr-wahrnehmen.

Die Freiarbeit

Freiarbeit stellt die Individualität des Kindes in die Mitte des pädagogischen Bemühens. Mittels der »Vorbereiteten Umgebung« wird das Kind an die Lerninhalte herangeführt. Die Wahl des Arbeitsthemas sowie die eigenständige Arbeits- und Zeiteinteilung werden ihm zugetraut.

Was ist unter Vernetztem Unterricht zu verstehen?

An der HagenSchule werden Kinder unterrichtet und nicht Fächer. Alle Inhalte des staatlichen Lehrplans werden thematisch in Epochen als so genannte Vernetzte Unterrichtseinheiten dargeboten. Der Vernetzte Unterricht überschreitet die Grenzen der Fächer und lässt mehr perspektivisches Denken zu. „Einzelheiten lehren, bedeutet Verwirrung stiften. Die Beziehung unter den Dingen herstellen, bedeutet Erkenntnisse vermitteln.“ (Maria Montessori) Es gilt die Menschen zu stärken und die Sachen zu klären. Alles hängt mit allem zusammen. Das Gehirn denkt von seiner Anlage her die Themen vernetzt. „Tag für Tag, mindestens zwei Stunden dasselbe Thema: Das gräbt sich ein in die Herzen der Schüler und arbeitet dort, Tag und Nacht.“ (Martin Wagenschein).

Projektfreitag

Der Projektfreitag rundet die Schulwoche ab. An diesem Tag treffen sich einzelne altersgemischte Projektgruppen, um ihre Praxiskenntnisse noch weiter auszubauen. Aufbauend auf dem Erdkinderplan nach Maria Montessori stellen die einzelnen Gruppe verschiedenste Dinge für den Schulalltag her. Der „Leuchtturm“ besteht aus den Säulen: Wirtschaften, Herstellen, Erschaffen, Planen. Somit stellt beispielsweise die Werkstatt Montessorimaterialien und andere Gegenstände her, in der Indoor-Farm sowie einem eigener Schulgarten pflanzen und ernten die Schüler Obst und Gemüse für den täglichen Verzehr. Der Verlag der HagenSchule sowie die Schülergenossenschaft planen und wirtschaften in Zusammenarbeit mit der Märkischen Bank, um den Umgang mit Wirtschaftsgütern praktisch zu erlernen.